|
Da schleicht sich doch so klamm und heimlich
für manchen hier gar hochnotpeinlich
ein Virus in die Stub´ herein.
Ihr Leute, sagt, was mag das sein?
Zumindest ist von vielen Wesen
von neuen Texten hier zu lesen,
die keiner jedoch jemals sichtet.
Hat sie der Virus denn vernichtet?
Bekanntermassen Viren sind
höchst ansteckend, weiss jedes Kind
Bei einem fing es zuerst an,
doch folgten and're dann und wann
ich fürchte um die Schreibkultur
wenn's bleibt bei den Versprechen nur,
Drum Leute, sucht ein Gegengift
das diesen Virus wirklich trifft!
Welch Gegengift mag dies nur sein?
Der Schreiber denkt, ihm fällt nichts ein.
Wie wär´s mit einer List, fragt er?
Ein exzellenter Text muss her,
ein Text, der Viren killen kann.
Er sprach´s und fing damit gleich an,
und kündet froh: Fürchtet euch nicht.
Es kommt ein Text, der killt den Wicht!
Das Gegengift war schon gemixt,
der Virus ganz schnell ausgetrickst.
Die Antwort war das Mitschreibgedicht
dagegen kommt er nicht an, der Wicht.
Ist der nächste Vers nicht schnell gemacht,
hat ein Anderer ihn schon zu Papier gebracht.
Jetzt pfeift der Virus aus dem letzten Loch,
doch Vorankündigungen gibt es immer noch...
Jetzt stellt sich hier die große Frage
Nicht nur heut' - nein alle Tage!
Ist es störend oder nicht
kündigt man an das nächst' Gedicht?
Denn der Virus ist vernichtet
Leutchen hab'n spontan "gedichtet"
Was ist die Moral denn heut?
Sagt es mir, Ihr lieben Leut' !
Die Moral, das ist jetzt klar
ist die, die sie schon immer war:
Man vertröstet erst die Leute,
denn aus dem "morgen" wird stets heute,
mitunter fällt ei'm noch was ein
und dann schreibt man das hier rein.
Ist das aber nicht gelungen
macht man in "Versicherungen".
Denn man soll auch nicht beim Schreiben
immer maßlos übertreiben.
|