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Mein Baum
(© Uwe Stuerck)
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Vor meinem Häuschen steht ein Baum,
gewaltig groß und mächtig breit.
Er beansprucht sehr viel Raum,
und er steht da seit langer Zeit;
und lange wird er noch dort steh'n.

An diesem Baum erfreu' ich mich,
seit ich in dieses Viertel kam,
und jeden Tag bereue ich
an dem ich mir die Zeit nicht nahm,
ihn mir ein Weilchen anzuseh'n.

'ne Tanne ist's und immer grün,
über das ganze Jahr;
und sollte ich mal weiterzieh'n,
ich glaube, nein ich weiß sogar:
mein Baum, der würd' mir fehlen!

D'rum bleib ich hier, und sei's auch teuer,
in diesem Häuschen wohnen.
Zahle brav Miete und Steuer,
mein Baum wird mich belohnen;
er kann so viel erzählen.

Im Frühling singen Amseln ihre
sehr konzertante Weise,
im Sommer leben tausend Tiere
auf meinem Baum, und leise
ist meine Tanne nur bei Nacht.

Im Herbst der Specht klopft an den Stamm,
daß man's im ganzen Viertel hört.
Der Winter, sei er noch so klamm,
hat meinen Baum noch nie gestört;
er hat noch niemals schlapp gemacht

Nahrungsquelle, Wasserspeicher,
Schattenspender, Lebensraum,
er macht mein Leben einfach reicher;
IST DAS NICHT EIN TOLLER BAUM?


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