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Morgenstund hat Gold im Mund...
(© Astrid Hinkelmann, Britta Lüthe, KarlHeinz Graumann, Corinna)
 
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'Morgenstund hat Gold im Mund'
Im Nachbarhaus da bellt ein Hund
Drum steh' ich auf und ignorier'
Die Müdigkeit in mir!

Im Badezimmer ist es kühl
Der 'frühe Morgen' ist kein Spiel!
Ich sorg' für warme Heizungsluft
und suche nach der Badekluft.

Das Badewasser schäumt schon tüchtig
Der Abflußstöpsel schließt nicht richtig
Ich... sehe suchend ringsumher,
ob da nicht etwas Bess'res wär.

Was nützt der Schaum denn ohne Wasser,
davon werd' ich doch auch nicht nasser,
der Morgen fängt ja seltsam an,
davon bin ich nicht angetan...

Während ich nun im Badezimmer such`,
bringt mir mein Hund ein altes Tuch.
Ich steck` es in den Abfluss rein,
und denk`, das Badewasser ist nun mein.

Doch was wird das für eine Brühe,
da geb ich mir doch redliche Mühe,
sauberer zu werden bei diesem Bad,
aber das wird nichts, ach, ist das schad.

Der Lappen, der alte, ist so dreckig,
da werden mir beim zusehen die Augen eckig,
wird doch das schöne Wasser ganz schwarz,
hängt der Dreck an mir, wie klebriger Harz.

Mein Hund kommt strahlend angelaufen,
doch im Moment kann ich ihn nicht gebrauchen,
Er will doch nur zurück das Tuch, das Feuchte,
doch nun will mir aufgehn eine Leuchte.

Ich packe meinen Badeschwamm
Und dichte ab so gut ich kann
Das Tuch voll Schmutz werf ich ins Eckchen
Auch wenn's dort hinterlässt ein Fleckchen

Doch dann ruf ich mir heftig zu:
"Du Hirni, du, was machst denn du?
Das Wasser nimmer rein und klar
Was dichte ich es ab, ich Narr?"

Also noch einmal ganz von vorn beginnen,
lass ich das Wasser im Abfluss verrinnen,
spüle ordentlich mit der Dusche noch nach,
dann verschwindet er endlich, der dreckige Bach.

Dann hör' ich einen schrillen Ton
Nun schreit auch noch das Telefon
Ich frage zweifelnd meinen Hund
"Morgenstund' hat Gold im Mund?"


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