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Dontagmorgen
(© Britta Lüthe, Michael Jung, Wilfried Neumann, Estel)
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Britta:

Immer wieder Montagmorgen
macht mir etwas grosse Sorgen,
nämlich dass ich aufstehen MUSS,
das bereitet mir Verdruss.

Morgens früh, so um halb sieben,
wär ich gern im Bett geblieben,
aber nein, das geht ja nicht,
also husch ins Bade ich.


Estel:

Dort drehe ich noch ganz verschlafen
die Dusche auf, um zu verschaffen
mir 'ne reine saub're Haut
bevor ich in den Spiegel schaut!


Britta:

Ich wünscht', ich hätt' es nicht getan,
was fang ich denn nun damit an?
Am besten dreh ich mich schnell um
und kram in meinen Plünnen rum.


Estel:

Mit Schminkstift, Maskara und Crem'
werd' ich mir langsam angenehm.
Jetzt schnell noch Deo untern Arm,
vielleicht ist noch der Kaffee warm.

Den hat mein Mann gekocht, der Gute,
frühmorgens schon, wenn ich mich spute,
kann ich vielleicht noch kurz ihn sehn,
bevor er muß zur Arbeit gehn.


Wilfried:

"Komm gut zur Arbeit lieber Gatte",
ein netter Satz wirkt weich wie Watte,
"und kehr gesund dann bald zurück."
Ich zieh mich an jetzt Stück für Stück.

Noch ganz konfus vom Kleiderwühlen,
stoss ich mein Knie am hölzern Stühlen,
so gehts, wenn man mit linken Beinen,
am Montag aufsteht, ich könnt weinen.


Britta:

Humpelnd will zur Küch' ich eilen,
halt, beim Postfach kurz verweilen,
Mist, die Zeitung steckte raus,
und das bei Regen, so ein Graus!


Estel:

Die nassen Reste unterm Arm
die Küch' erreich' ich, dort ist's warm,
um zu retten das kostbare Papier
steck ich's zum Trocknen in den Backofen hier.


Britta:

Ganz plötzlich klingelt's Telefon,
ja, ja, ich komme, eil ja schon,
die Schule ist's, ich krieg 'nen Schreck,
der Unterricht fällt heute weg.


mjbaerli:

Na Toll! Denk ich, die Kinder hier
Friseur-Termin verbockt das mir,
Kein Nachbarstratsch mit "Schulzes Minna"
Was lieb ich sie, "mei gudde Kinner".


Britta:

Na gut, ich disponiere um,
ich bin ja schliesslich gar nicht dumm,
die Kinder können kaum noch sehen,
sie werden zum Frisör mitgehen.


Estel:

Doch erst, so denk ich mit Verdruss,
ich noch 'nen Kaffee trinken muss,
denn Kinder hin und Kinder her
ohne Kaffee fällt das Leben schwer!


mjbaerli:

Kaffee rein und Kinder raus...
(Wieso renn' die jetzt aus'm Haus???)
Kaum gehört, daß Schule frei
War'n 'se weg...ohwei oh wei...!


Britta:

Entsetzt mein Blick schweift durch das Haus,
Frisör fällt nun wohl leider aus,
viel wichtiger als Haareschneiden
ist's den Dreck hinauszutreiben.


Estel:

Entschlossen gehe ich es an,
mal sehen was ich tuen kann!
Mit Wischmop, Staubtuch, Wurzelbürste
geht der Dreck wohl weg in Kürze!


Britta:

Plötzlich halt ich stutzend inne,
Mensch, ich glaub, dass ich wohl spinne.
Heute war mein freier Tag,
an dem ich gar nicht putzen mag!


mjbaerli:

Da fiel es heiß der Britta ein,
Hausarbeit soll alles sein??
Die Kinder weg, das Haus ist leer...
Zeit für sich, das freut sie sehr!!!


Estel:

So nimmt sie denn ein Buch zur Hand
und fliegt so schnell ins "Krimiland",
mit dem Buch im Bett die Zeit rasch vergeht
und bald der Mann schon vor der Türe steht!!!


mjbaerli:

Der Mann kommt heim und denkt "Oh Schreck"
Was ist denn das hier für'n Dreck
Ich glaub, ich trau nicht meinen Augen
Und Britta lacht: "Heut darfst _Du_ saugen" !


Britta:

Entsetzen macht sich breit im Mann:
"Du weiss doch, dass ich das nicht kann!"
versucht er sich davor zu drücken,
das trifft nun gar nicht ihr Entzücken.


mjbaerli:

Mit Vorwerk kämpf' und Schürze an
Macht er sich ans Stäubchen ran
Wie gut, daß Frauchen immer reinlich
Übersieht er was, wird's nicht so peinlich!


Britta:

Und weil's der Frau so gut gefällt,
sofort sie ihm 'nen Vortag hält,
dass, weil er es so gut gemacht
dafür auch wird nicht ausgelacht.


mjbaerli:

Den Gatten freut's, strahlt wie die Sonne
Nimmt Frau In'n Arm, ganz voller Wonne
Denkt schon an "Zweisamkeit" mit Freuden
Da hört er an der Tür ein Läuten.

Die Kinder sind's,der Papa grummelt
Mit Stiefeln durch den Flur geschummelt
renn'n sie hoch in's Kinderzimmer
Sauber war's! Nun leider nimmer!



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