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Es war einmal ein kleiner Floh,
der wollte mal nach irgendwo.
Er packte seine Reisesachen,
um sich auf den Weg zu machen.
Nahm unterm Arm die Lieblingstasche,
die mit der langen roten Lasche.
Die Karte von diesem großen Land,
trägt andächtig er in seiner Hand.
Doch dacht' er sich, 's ist beschwerlich
zu Fuss zu laufen, und gefährlich,
und er suchte hin und her,
ob da nicht ein Fuhrwerk wär.
Nach Stunden an der Autobahn
erkannt er, dass es ein Wahn,
zu hoffen, dass hier einer hält.
So zählte rasch er all sein Geld.
Er wollte weg nun mit dem Zug,
doch war auch dies ein irrig Trug.
So wählt er, statt zu gehn per pedes,
sich zu leasen 'nen Mercedes.
Mercedesstern auf Haubesspitze,
und auf dem Kopf 'ne blaue Mütze,
läßt blicken ihn ins Himmelszelt,
nun geht's rasant um diese Welt.
Doch plötzlich hat der Benz 'ne Panne;
der arme Floh sitzt in Savanne
und denkt sich bei den Löwenrufen
sehr gern zurück nach Wörrieshufen.
Und wie er da so sitzt und denkt,
ein Laut nach rechts die Blicke lenkt,
erschrocken hält der Floh dann inne,
da lächelt süss 'ne kleine Spinne.
Hast du Probleme, fragt die Kleine,
hab keine Angst, bist nicht alleine.
Ich helf dir mit dem Schraubenschlüssel,
den Tank füllt Simba mit dem Rüssel.
Da freute sich der kleine Floh,
denn Spinnen mag er sowieso.
Verlegen sah er sie dann an,
und dachte: "Ob ich's wagen kann...?"
Mutig wie ein Musketier
verbeugt der Floh sich dann vor ihr
und sagt: "Du kleines Spinnentier!
Komm doch mit - oder bleibst du hier?"
Die Spinne lächelt ihn lieb an
Und feuert Simba kräftig an
Auf dass der Tank sich bald schon fülle,
voll ist wie Oskar, wenn er "knülle".
So rattern beide, Floh gibt Gas,
durchs meterhohe Steppengras
und freuen sich schon insgeheim
auf den nächsten lieben Reim...
Auf Reim reimt sich das Wort daheim,
und da will unser Floh jetzt sein.
Doch, fragt sich unser kleiner Floh,
ist meine Heimat, sagt mir, wo?
Ist sie im Felle einer Katze
oder in Opas Schlafmatratze?
Fühl er sich wohl auf Tilmans Kopf
oder in Hexe Brittas Zopf?
So rasen viele Flohgedanken
in Flohes Kopf, und er wird danken
dem, der ihm jetzt sagt, husch, husch,
wo er zuhaus!!! In einem Busch!
Hurtig eilen Floh und Spinne
und wetten, wer den wohl gewinne
beim Wettlauf, der zum Busche führt
Wo einst der Floh sein Mahl gerührt!
Mit einem Mal, da fiel ihm ein,
es wär fatal, Zuhaus zu sein,
denn dort bestimmt die Flohfrau ist,
die ihn gewiss schon lang vermisst.
Was sollte er ihr denn bloss sagen,
sollt' sie ihn nach der Spinne fragen,
die ihn so sehr entzücket hat,
oh wei, bestimmt macht sie ihn platt.
Die Spinne fühlt des Flohes Schmerz,
erheitert ihn mit einem Scherz,
umarmt ihn fest und drückt ihn dann
ganz fest an ihre Brust heran.
Nun strahlt er glücklich unser Floh,
will niemals mehr nach anderswo.
Geht mit der Spinn' zu seinem Hort,
doch seine Frau war nicht mehr dort.
Es war einmal die Frau vom Floh,
die wollte mal nach irgendwo,
verließ vor Tagen schon das Haus
und diese Verse sind nun aus.
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