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Ärgerlich stapfte er im Flur des Arbeitsamtes hin und her.
Dass es mal soweit mit ihm kommen könnte, hätte er nicht gedacht. So viele
Jahre war seine Familie schon in der selben Branche tätig, und ausgerechnet
ihn traf das Los, mit dieser familiären Tradition zu brechen.
Aber was sollte er machen? Er war eben nicht mehr gefragt, sein ganzer Berufsstand
war nicht mehr gefragt. Die Medien hatten mitgeholfen, dass er zum alten
Eisen gehörte, dass keiner mehr etwas von ihm wissen wollte.
Und was sollte er jetzt tun? Er hoffte wirklich, dass das Arbeitsamt noch
eine Möglichkeit für ihn hätte. Er fühlte sich noch gar nicht so alt und
immer noch dynamisch genug, etwas Neues zu beginnen.
Endlich wurde seine Nummer aufgerufen und mit klopfendem Herzen betrat
er das Büro.
"Setzen Sie sich!" herrschte ihn eine Stimme an und er fühlte sich von
oben bis unten gemustert.
Unaufgefordert legte er seine Papiere auf den Schreibtisch.
Die Frau, die ihm gegenüber sass, griff danach und warf einen flüchtigen
Blick darauf.
Er räusperte sich verlegen und sah sie verunsichert an.
"Was meinen Sie", fragte er, "gibt es für mich noch etwas zu tun?"
Die Frau sah ihn nachdenklich an.
"Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie," sagte sie dann.
"Die schlechte Nachricht ist: wir können Sie nicht mehr vermitteln, Ihr
Beruf ist nicht mehr gefragt. Die gute Nachricht ist, dass Sie jetzt endlich
tun und lassen können, was Sie wollen!"
"Das ist alles die Schuld des Fortschritts! Er ist Schuld, dass die Menschen
alles selber machen wollen," schimpfte er, "nur durch ihn ist der Berufsstand
der Klapperstörche ausgestorben! Und dabei habe ich immer so gern den
Menschen die Kinder gebracht!"
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