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Novembermorgen
(© Britta Lüthe)
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Ich bin noch gar nicht richtig wach,
fallen die Kinder über mich her.
Herrje, denk ich, was für ein Tag,
Hoffentlich folgt da nicht noch mehr.

Ich quäl' mich müde aus dem Bett,
nach Kaffee steht mir jetzt der Sinn,
und nach der Morgenzigarett',
und rauszufinden, wer ich bin.

Ach ja, da fällt's mir plötzlich ein,
'ne Mutter bin, das war's doch,
Morgens Hetze, muss das sein?
Man reiche mir das nächste Loch.

Müd' schlepp ich mich zu Kindergarten,
'nen Plappergeist im Auto drin,
lieber Himmel, kann der nicht warten,
bis ich wach geworden bin?

Plötzlich auf unseren Berg mein Blick fällt,
gefüllt mit gold'nen Bäumen,
und aus sibernem Nebel enthüllt
sich die Marienburg, es ist zum Träumen.

Mir wird ganz plötzlich froh zumut,
und mir fällt ein, was mir gefällt,
was hab ich's doch im Leben gut,
ich könnt' umarmen alle Welt.

Ich weiss genau, der Tag wird toll,
und kann's an meinen Kindern seh'n.
Des Lachens sind die Augen voll,
Wie lebhaft sie durch's Leben geh'n.

Da bin ich froh, dass ich dabei bin,
dieses Wunder anzusehen,
und wünschte mir, dass jedem Kind
könnt' es ebenso ergehen.


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