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(© Britta Lüthe) |
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Eines Morgens, es war kurz nach 5, kam mein Sohn in mein Schlafzimmer
gestürmt und begrüsste mich nicht etwa mit einem liebevollen
Bussi, wie sich das gehört, sondern mit den Worten: Katze mit Platzangst? Ist ja mal was völlig Neues dachte ich, aber Angst ist Angst, ob nu bei Mensch oder Tier, und also eilte ich zur Katzenrettung, die sich dann allerdings nicht so einfach gestaltete, wie ich hoffte. Einem Menschen mit Platzangst kann man zur Not eine Therapie empfehlen, aber was empfiehlt man einer Katze, die eine winzig kleine Lücke in der Dachbodenverkleidung nutzt, sich zwischen Dämmwolle und Aussendach zu quetschen, um auf den oberen Dachbalken zu kommen und dann leider vergisst, wie sie da überhaupt raufgekommen ist? Hören konnte wir sie glücklicherweise, war das doch immerhin ein Zeichen, dass sie noch am Leben war, ein Auge (ok, sie hat auch nur eins) war immerhin zu sehen, aber das war's dann auch schon. Mein Sohn kam auf die geniale Idee, man könnte doch das Dach abdecken,
um die Katze zu retten. Super Idee, vor allem, weil draussen gerade
ein interessanter Sturm herrschte mit selbstverständlich nicht
allein kam, sondern, wie so oft, in Begleitung von Regen. Nach langem Palaver im Familienrat kamen wir dann zu dem Schluss, ein Loch muss in die Verkleidung, gerade gross genug, um die Katze rauszubekommen und klein genug, um nicht grossartig aufzufallen. Also nahmen wir Mass, überlegten hin und her, wo es am günstigsten ist und stolperten nebenbei noch über das Chaos, das mein Sohn auch ohne Katzenhilfe in seinem Dachbodenzimmer veranstaltet hatte. Unsere Nachbarn haben sich sicher gefreut, dass sie um halb 7 von dem lieblichen Geräusch einer Stichsäge geweckt wurden, unser jüngster Sohn allerdings hat sich dadurch nicht stören lassen und schlief seelenruhig weiter. Nach angemessener Zeit war das Loch an geeigneter Stelle dann im Dach,
die Dämmwolle zur Seite gedrückt und Mecki blinzelte uns mit
ihrem einen Auge, lustig tretelnd, durch das Loch an. Zur Hälfte war die Katze also schonmal gerettet. Also versuchte ich, auch den Rest der Katze aus dem Loch zu bekommen,
was dann aber leichter gesagt als getan war. So gesehen hat der Tag vielleicht doch nicht soooo schlimm angefangen,
denn eine glückliche Katze ist eine gute Katze. |
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