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Es war einmal 'ne kleine Meise,
die wollt' geh'n auf eine Reise.
Sie überlegte hin und her,
wo's denn wohl am schönsten wär.
"Griechenland", so dachte sie
"da war ich bestimmt noch nie!
Oder soll's nach Irland geh'n?
Das wollt ich schon immer seh'n!
Oder Schottland und Andorra,
wo ich ebenfalls noch nie war?
Auch nach Zypern und Italien
würde ich ganz gern mal geh'n."
So ging die Meise gleich ans Packen
die Reisekleidung einzusacken.
Das nächste Drama nahte schon,
verzweifelt klang der Meise Ton:
"Aber was pack ich nur ein,
in mei kleines Packerlein?
Kulturbeutel, Radiergummi
für Postkarten, einen Flummi.
Die Flöte nehm ich auch noch mit,
Müsliriegel sind der Hit,
Tapetenrollen brauch ich nicht,
einen Schal doch sicherlich!"
Und sie kramte hin und her,
ihr Koffer war schon lang nicht leer.
Plötzlich schoss ihr in den Sinn:
"Mein Gott, wie dumm ich doch wohl bin!
Wie komme ich da denn wohl hin,
wo ich so schlecht zu Fuss doch bin?
Fahre ich mit einem Fahrrad,
wobei ich ja doch gar keins hab?
Was, wenn über's Meer ich muss?
Mit 'nem Schlauchboot macht's Verdruss!
Ein Motorroller wär ganz nett,
vorausgesetzt, dass ich einen hätt'.
Auch die Rennpappe fällt aus,
die leihte ich jüngst dem Klaus.
Und Käfer und Kabinenroller?"
Die Verzweiflung wird immer doller.
Die arme kleine Meise nun
beschloss darauf, es nicht zu tun,
sie ging dann noch nicht auf die Reise
und machte Urlaub auf ihre Weise.
Da sie sich konnte nicht entscheiden,
liess sie es dann nämlich bleiben.
Baute auf den Liegestuhl,
liess Wasser in den Swimmingpool.
Dann lud sie die Freunde ein
zum geselligen Beisammensein.
Liess zu Haus es gut sich geh'n,
geht sie besuchen, Ihr könnt's seh'n!
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