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Vom Hahn und seiner Frau
(© Britta Lüthe)
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Ein Hahn, der sagt zu seiner Frau:
„Ich möchte wissen ganz genau,
was mit dem Nachwuchs denn passiert,
ein wild‘ Gerücht hier nun grassiert.
Man sagt, man malt ganz bunt sie an,
wie es in jedem Jahr getan.
Ich kann nicht glauben, dass das stimmt,
ich will, dass man sich da benimmt!
So bunt! Es ist nicht Faschingszeit,
ich weiss genau, ‘s’ist nicht so weit!“
„Du dummer Hahn“, die Frau da spricht,
„natürlich ist es Fasching nicht!
Der Hahn sieht fassungslos sie an
und fragt:“Was soll der Quatsch denn dann?“
Es antwortet darauf die Frau:
„Ich weiss es auch nicht so genau,
es liegt wohl an der Osterzeit,
das macht man hier wohl weit und breit!“
„So, so“, der Hahn voll Zweifel blickt,
„und du findest nicht verrückt,
was man da mit dem Nachwuchs tut?
Also, ich find‘ das nicht gut!“
Die Frau ihn milde lächelt an,
und sagt:“Du hast’s noch nie getan,
Du denkst, dass Du derjen’ge bist,
dem da viel Farb‘ gegeben ist.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm,
und so denkt auch manch anderer Hahn!“
Und grummelnd zieht der Hahn dahin,
und denkt ganz tief da in sich drin:
‘Verdammt, sie sind ja noch so klein,
und wollen Konkurrenz schon sein?‘


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