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HexenDameRydia und der Frosch
(© Astrid Hinkelmann)
 
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Früh am Morgen wird Rydia von einer zeternden Amsel aus dem Schlaf geholt. Verschlafen reibt sie die Augen und schaut auf die OfenrohrUhr.
"Hmm...6.00 Uhr", murmelt sie vor sich hin.
"Hätte ich nicht so großen Hunger würde ich glatt noch ein Weilchen schlummern wollen."
Hurtig steigt sie aus dem warmen HexenHochBett , wäscht sich und schläpft in ihre Kleider. Dann macht sie sich fröhlich pfeifend auf den Weg zu Brothexe Hermine, die 23 EichhörnchenHüpfer von ihrem Haus entfernt lebt und täglich die frischesten und besten Hexenbrote des ganzen Waldes backt.
Auf halber Strecke bleibt sie stehen um dem leisen Plätschern des HonigBaches zu lauschen und ein wenig seines süssen Wassers zu trinken.
Während sie sich niederbeugt, hört sie ein tiefes ‚Quaaaaaak' ganz in der Nähe. Rydia schaut sich um und etwas weiter links sieht sie einen dicken Frosch auf einem BachStein hocken. Sie erkennt ihn und ruft "Einen Besenfreudigen guten Morgen, lieber KapellMeister Bert. Auch schon so früh auf den Schenkeln?"
"Juten Morje, werte HexenDame! Jo, bin schon lang' wach. Man tut, was man kann, nich' ?" ruft der Frosch zurück.
"Hihi.....Jaja....man tut was man kann", kichert Rydia. "Ich bin auf dem Weg zur Brothexe. Hunger hab' ich wie ......ach ich weiß nicht wie! Auf jeden Fall ruft mein Magen gaaanz laut : ‚GIB MIR FUTTER ‚!"
"Hoho! Jo, jo! Davon kann ich auch ein Liedchen singen. Das Dumme ist nur, daß mir meine Schenkelknochen so weh tun und dies bedeutet, ich kann nicht mehr so dolle hüpfen, was wiederum bedeutet, Mücken fangen ist Essig!"
"Ja, lieber Bert, da bleibt dir wohl nix anderes übrig, als einen Dienstfrosch einzustellen, der dir dein Mahl sorgsam mit der Zunge aus den Lüften fängt und dann taufrisch zukommen lässt, oder?"
"Jo bin I denn narrisch? Was meinst, wie teuer mich so ein Dienstfrosch kommt! Nix da!"
"Und wie gedenkst du satt zu werden, werter Kapellmeister?" ratlos schaut Rydia zu ihm hinunter.
"Höhö! Na, mit Köpfchen, meine Süsse!"
Rydia runzelt die Stirn. Nichtsverstehend blickt sie in den Bach und versucht zu verstehen, was Bert wohl meint.
Dieser kichert vor sich hin."Schau her, werte HexenDame!"
Neugierig blickt Rydia zu ihm hin.
"Hoho...siehst du das Schild hier?" Mit flinken Händen hängt Bert sich ein Schild um.
Rydia liest : Bauchbesichtigung - Eintritt frei.
"Und nu' gib acht!" spricht Bert, bevor er sein breites Froschmaul aufsperrt, so weit wie es geht. Nicht lange, und eine ganze Schar Fliegen, die das Schild gelesen haben, fliegen - SCHWUPS- in's Maul des Frosches, um sich mal einen Froschbauch von innen anzusehen.
"Hoho", lacht Bert, nachdem er gesättigt ist. "Sobald es was umsonst gibt, kommen sie in Scharen."
Rydia lacht, und bevor sie weiter zur Brothexe geht, sagt sie noch: "Und die Moral von der Geschicht' , lese fremde Schilder nicht!"
Laut hallt das Lachen von Bert und Rydia durch den Hexenwald. Kannst du es hören?


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