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Früh am Morgen wird Rydia von einer zeternden Amsel
aus dem Schlaf geholt. Verschlafen reibt sie die Augen und schaut auf
die OfenrohrUhr.
"Hmm...6.00 Uhr", murmelt sie vor sich hin.
"Hätte ich nicht so großen Hunger würde ich glatt noch ein Weilchen
schlummern wollen."
Hurtig steigt sie aus dem warmen HexenHochBett , wäscht sich und
schläpft in ihre Kleider. Dann macht sie sich fröhlich pfeifend
auf den Weg zu Brothexe Hermine, die 23 EichhörnchenHüpfer von
ihrem Haus entfernt lebt und täglich die frischesten und besten Hexenbrote
des ganzen Waldes backt.
Auf halber Strecke bleibt sie stehen um dem leisen Plätschern des
HonigBaches zu lauschen und ein wenig seines süssen Wassers zu trinken.
Während sie sich niederbeugt, hört sie ein tiefes ‚Quaaaaaak'
ganz in der Nähe. Rydia schaut sich um und etwas weiter links sieht
sie einen dicken Frosch auf einem BachStein hocken. Sie erkennt ihn und
ruft "Einen Besenfreudigen guten Morgen, lieber KapellMeister Bert. Auch
schon so früh auf den Schenkeln?"
"Juten Morje, werte HexenDame! Jo, bin schon lang' wach. Man tut, was
man kann, nich' ?" ruft der Frosch zurück.
"Hihi.....Jaja....man tut was man kann", kichert Rydia. "Ich bin auf dem
Weg zur Brothexe. Hunger hab' ich wie ......ach ich weiß nicht wie! Auf
jeden Fall ruft mein Magen gaaanz laut : ‚GIB MIR FUTTER ‚!"
"Hoho! Jo, jo! Davon kann ich auch ein Liedchen singen. Das Dumme ist
nur, daß mir meine Schenkelknochen so weh tun und dies bedeutet,
ich kann nicht mehr so dolle hüpfen, was wiederum bedeutet, Mücken fangen
ist Essig!"
"Ja, lieber Bert, da bleibt dir wohl nix anderes übrig, als einen
Dienstfrosch einzustellen, der dir dein Mahl sorgsam mit der Zunge aus
den Lüften fängt und dann taufrisch zukommen lässt, oder?"
"Jo bin I denn narrisch? Was meinst, wie teuer mich so ein Dienstfrosch
kommt! Nix da!"
"Und wie gedenkst du satt zu werden, werter Kapellmeister?" ratlos schaut
Rydia zu ihm hinunter.
"Höhö! Na, mit Köpfchen, meine Süsse!"
Rydia runzelt die Stirn. Nichtsverstehend blickt sie in den Bach und versucht
zu verstehen, was Bert wohl meint.
Dieser kichert vor sich hin."Schau her, werte HexenDame!"
Neugierig blickt Rydia zu ihm hin.
"Hoho...siehst du das Schild hier?" Mit flinken Händen hängt Bert
sich ein Schild um.
Rydia liest : Bauchbesichtigung - Eintritt frei.
"Und nu' gib acht!" spricht Bert, bevor er sein breites Froschmaul aufsperrt,
so weit wie es geht. Nicht lange, und eine ganze Schar Fliegen, die das
Schild gelesen haben, fliegen - SCHWUPS- in's Maul des Frosches, um sich
mal einen Froschbauch von innen anzusehen.
"Hoho", lacht Bert, nachdem er gesättigt ist. "Sobald es was umsonst
gibt, kommen sie in Scharen."
Rydia lacht, und bevor sie weiter zur Brothexe geht, sagt sie noch: "Und
die Moral von der Geschicht' , lese fremde Schilder nicht!"
Laut hallt das Lachen von Bert und Rydia durch den Hexenwald. Kannst du
es hören?
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