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Zer 13. Februar
(Britta, Wilfried)

 
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Britta:

Eigentlich begann alles am 26. Juli 1857.
An diesem Tag nämlich stand Bäckermeister Knut Olesson in brütender Hitze auf dem Marktplatz von Hamburg und versuchte schon seit Stunden seine kleinen, frischen, zum Teil noch warmen Brote, Küchelchen und andere Leckereien zu verkaufen. Aber an diesem Tag, der wohl der heisseste Tag im Jahre 1857 gewesen sein mag, stand er umsonst da.
Den Leuten war in dieser Hitze eher nach Erfrischungen und nicht nach frisch gebackenen Leckereien, und so drängten sie sich um die Obst- und Gemüsestände und belagerten den Eiswagen, der seit einiger Zeit auch auf dem Markt anzufinden war.
Geknickt stand Knut Olesson hinter seinem Stand und versuchte immer wieder, seine Leckereien anzupreisen, aber niemand hörte auf ihn.
Am frühen Nachmittag gab er seine Bemühungen letztendlich auf, er hatte nicht ein kleines Törtchen verkauft, und packte zusammen.
Auf dem Weg zu seiner Bäckerei fiel ihm plötzlich eine grosse Menschentraube rund um einen Stand auf.
Er liess seinen Wagen stehen wo er war und drängte sich zwischen die Menschenmassen nach vorn, um zu sehen, was die Leute denn wohl aufhielte.
Erstaunt sah er, wie einem Händler, der sehr südländisch aussah, dessen Gebäckteile förmlich aus der Hand gerissen wurde, und er fragte sich, was das wohl zu bedeuten hätte.
Der fremde Händler strahlte und pries sein Gebäck an: "Frische Zitronentörtchen! Kauft erfrischende Zitronentörtchen!"
Knut Olesson schüttelte fassungslos den Kopf. "Seit wann gehört Zitrone in Törtchen?" fragte er sich. Aber er war neugierig. Er wollte wissen, was denn an den Zitronentörtchen so anders sei als an seinem Gebäck und es gelang ihm, noch eines der letzten Törtchen zu ergattern.
Und in der Tat, er musste, wenn auch zähneknirschend zugeben, dass diese Zitronentörtchen etwas sehr erfrischendes hatten.

Und während er dann nach Hause ging, machte sich eine Idee in ihm breit.

Am nächsten Tag trommelte er alle Mitglieder seiner Bäckerinnung zusammen.
"Liebe Meister," begann er mit donnernder Stimme vor seinen Kollegen zu reden, "wie sehen Eure Verkaufszahlen bei dieser Hitze aus? Sind sie so, wie Ihr es gewohnt seid? Oder haben sie gelitten?"
Überall sah er betretene Blick und Kopfnicken. Es ging den anderen nicht anders als ihm.
Da berichtete er von seinem Erlebnis auf dem Markt.
"Was haltet Ihr davon," schlug er vor, "wenn wir einen Wettbewerb machen?"
"Einen Wettbewerb? Was für einen Wettbewerb?"
"Ich habe mir überlegt," sprach Knut, "dass es ja wohl nicht angehen kann, dass jemand, der nicht von hier ist, besser backen kann als wir! Ich schlage daher einen Wettbewerb vor, wer die erfrischendsten Törtchen backt!"
Gemurmel drang durch den Innungssaal, man sah hier ein Kopfschütteln, da ein Nicken.
Knut liess allen etwas Zeit zum Nachdenken und schlug dann vor, zur Abstimmung überzugehen.
Es zeigte sich, dass die meisten Innungsmeister die Idee mit dem Wettbewerb gar nicht so schlecht fanden.
Plötzlich meldete sich Heinrich Kleisser, seines Zeichens der jüngste der Bäckermeister.
"Ich finde, wir sollten den Wettbewerb nicht nur auf Hamburg beschränken," sagte er. "Warum finden wir nicht heraus, wer in Deutschland der beste Bäcker ist?"
Zustimmendes Gemurmel machte sich breit.
"Warum nicht gleich die ganze Welt!" höhnte ihm da aber die Stimme von Karl Bente entgegen, dem dieser ganze Wettbewerb eigentlich gar nicht so richtig gefiel.
Knut nickte nachdenklich mit dem Kopf.
"Hm", überlegte er, "warum nicht die ganze Welt? Ja, warum eigentlich nicht? Wir alle wissen doch, dass das deutsche Getreide das beste ist, und dass wir hier alle die besten Bäcker der Welt sind, oder?"
Die Innungsmeister applaudierten ihm begeistert.

Und so wurden Boten in die ganze Welt geschickt um alle Bäckermeister zu dem Wettstreit einzuladen.

Am 13. Februar war es dann endlich zu weit. Von überall her reisten die Bäcker an und präsentierten ihre Backkünste.
Diese waren aber so unterschiedlich und dabei gleichermassen phantastisch, dass es der Jury einfach schwerfiel, eine Entscheidung zu treffen.
Und so beschloss man, dass künftig der 13. Februar weltweit als Tag des Zitronentörtchens gefeiert wird, weil dieses der Anstoss zu der wundervollen Möglichkeit war, die Vielfalt des Bäckerhandwerks kennen zu lernen.

   
Wilfried:

Die ganze Welt feierte ... NEIN

da gab es eine winzige Insel im Pazifik. Dort lebten die Einwohner friedlich und ernährten sich vom Fischfang. Ihr Druide, genannt Citronix, war nicht nur für stärkende Wundermittel zuständig; ihm oblag der Handel mit der restlichen Welt.

Eines Tages, am 13.02.1928, ruderte er zum Festland, um sich mit Lebensmitteln einzudecken. Er ging zum Markt wo die Bäcker ihre Zitronentörtchen anboten. Citronix, ein extrem höflicher Druide, verbeugte sich vor den Händlern, zeigte mit dem Finger auf sich und stelle sich in seiner Landessprache vor "Citro - nix"

Leider hatten die Bäcker seine Vorstellung falsch gedeutet, deshalb wagten sie nicht, die herrlichen Zitronentörtchen vorzustellen. Citronix kehrte mit Mehl, Orangen und Zucker zurück. Die Inselbewohner kennen den wichtigen Tag der Zitronentörtchen bisher nicht.



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